Das KIT formuliert den Anspruch, Wissenschaft und Gesellschaft stärker miteinander zu verbinden. Doch was bedeutet das im Forschungsalltag – und wie lässt sich prüfen, ob diese Verbindung tatsächlich Wirkung entfaltet?
Wer von „Wirkung“ spricht, muss zeigen, welche Art von Wirkung gemeint ist und ob sie empirisch beobachtbar ist. PaFo liefert dafür ein analytisches Werkzeug: Wir untersuchen, ob Beteiligungsformate auf Forschung zurückwirken – und wenn ja, wie sich diese Veränderungen nachvollziehen lassen, etwa auf Forschungsagenden, institutionelle Entscheidungen oder das Selbstverständnis wissenschaftlicher Organisationen.
Bürgerdialoge als Impulsgeber für Fragestellungen und Methoden.
Bedeutung von Wirkung
Sie wird erst sichtbar, wenn Institutionen bereit sind, neue Perspektiven aufzunehmen, Irritationen auszuhalten und Rückkopplungsprozesse zuzulassen.
Wirkungsmessung macht nachvollziehbar:
- welche Themen gesellschaftliche Resonanz erzeugen – und welche nicht
- wo Vertrauen entsteht oder brüchig wird
- wo neue Fragen aufkommen
- und wo Forschungsprozesse neu ausgerichtet (oder eben nicht verändert) werden
Damit zeigt Wirkungsmessung nicht nur mögliche Effekte, sondern auch Grenzen und Spannungsfelder von Beteiligung.
Impactmessung als Grundlage für glaubwürdige Beteiligungsstrategien.
Rückkopplungen in Organisationen
Mögliche Effekte können sein:
- Impulse für gesellschaftsrelevante Rahmungen
- neue Themenfelder oder alternative Fragestellungen
- veränderte Perspektiven auf Forschungsprozesse
- Irritationen bestehender Routinen oder Annahmen
Die Wirkungsmatrix beschreibt solche Zusammenhänge als nachvollziehbare Wirkungspfade – ohne vorauszusetzen, dass Wirkung entsteht. Sie macht sichtbar, ob Beteiligung Forschungsorganisationen beeinflusst, herausfordert oder folgenlos bleibt.
Science and Social Impact
PaFo verbindet die Perspektiven von Wissenschaft und Gesellschaft und trägt dazu bei, Wirkung nicht nur retrospektiv zu messen, sondern von Beginn an analytisch mitzudenken.
Strategische Relevanz für das KIT
Wirkungsmessung unterstützt Prioritätensetzung, strategische Entscheidungen und die Weiterentwicklung von Forschungsschwerpunkten – ohne Beteiligung als Garant von Wirkung zu betrachten.
Rückkopplungsprozesse
Die Matrix zeigt, wo Beteiligung zu Veränderungen führt, wo Widersprüche entstehen und wo Prozesse gegenläufig sind. Sie macht solche Reibungen sichtbar – nicht um sie aufzulösen, sondern um sie wissenschaftlich zu verstehen.
Wirkungsmessung als Selbstprüfung
Für das KIT bedeutet das: Beteiligung ist kein Add-on, sondern eine Form institutioneller Selbstbeobachtung. Wirkungsmessung macht nachvollziehbar, wie Dialoge und Beteiligungsformate auf Forschung zurückwirken – oder wo keine Rückwirkung identifizierbar ist. Sie liefert empirische Grundlagen für Förderanträge, strategische Entwicklungsprozesse und den Anspruch, Forschung gesellschaftlich relevant und zugleich wissenschaftlich reflektiert zu gestalten.





